23.08.2026 – Rückblick E-Bike-Tour

Die beiden Tourführer hatten im Vorfeld durchaus Bedenken, ob sich angesichts des sportlichen Großereignisses für Radsportbegeisterte in Heilbronn – dort fand zeitgleich die Schlussetappe der Lidl-Deutschlandtour statt – überhaupt genügend Teilnehmer/innen zur gemeinsamen Radtour einfinden würden. Doch die Sorgen waren unbegründet. Eine ansehnliche Radlergruppe ließ sich von der Konkurrenzveranstaltung nicht weglocken und startete bei bestem Tourenwetter zu einer schönen und zugleich lehrreichen Fahrt durch den Schwäbisch-Fränkischen Wald. Zunächst ging es in flotter Fahrt hinab ins Lautertal. Auf der gegenüberliegenden Seite wartete bereits der erste Berganstieg hinauf nach Stocksberg. In Prevorst sorgte eine gelungene Parodie auf die baden-württembergische Werbekampagne „The Länd“ für so manchen Schmunzler, bevor die Gruppe weiter durch den sichtbar unter der Hitze leidenden Wald fuhr. Welke oder bereits abgefallenen Blätter zeugten von den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen. Ein Höhepunkt erwartete die Radler/innen am kunstvoll aus Sandstein herausgearbeiteten Kanapee, an dem der erste Fototermin eingelegt wurde.

Anschließend führte die Tour auf gut ausgebauten Wald- und Wirtschaftswegen zum Grillplatz an der rund 180 Jahre alten Krugeiche. Bei einem gemütlichen Vesper konnten die Energiespeicher wieder aufgefüllt werden, bevor die Radler/innen gestärkt nach Völkleshofen rollten, wo der 35 Meter tiefe Brunnen die Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit Erstaunen wurde festgestellt, dass die Brunnentiefe um 5 Meter die Höhe des Steinknickleturmes übertraf.

In lockerer Fahrt schlängelte sich die Gruppe anschließend über Kleinaspach nach Rietenau. Dort durfte eine Kostprobe des bekannten Quellwassers natürlich nicht fehlen. Am Fritz-Abele-See sorgten die sehenswerten Seerosen für einen weiteren kurzen Stopp. Danach stand der nächste Anstieg auf dem Programm: das Zwischenziel Hepp-Seen musste erklommen werden. Hier angekommen, konnten die Teilnehmer/innen in der Kneippanlage ihre müden Beine erfrischen und sich für die weiteren Kilometer regenerieren.

Der anschließende Abschnitt nach Oppenweiler zu der bereits sehnsüchtig erwarteten Kaffeepause wurde erstaunlich schnell absolviert. Gut gestärkt setzte die Gruppe anschließend ihre Fahrt durchs Murrtal fort, wo die neu entstehende, beeindruckende Hochwassersperre die Blicke auf sich zog. Endlich forderte der Schlussaufstieg über das Fischbachtal die letzten Reserven der Teilnehmer/innen. Umso größer war die Freude über die Einkehr in der Sonne-Post in Neuhütten, bei der die Anstrengungen des Tages bei gemütlichem Beisammensein schnell vergessen waren.

Die Tour hatte gezeigt, dass gemeinsames Radfahren mehr sein kann als das bewältigen von Kilometern und Höhenmetern. Neben dem sportlichen Ereignis bot sie zahlreiche Einblicke in schöne Landschaften, Bauwerke und sehenswerte Landmarken des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Am Ende war man sich einig, dass sich das Mitradeln allemal gelohnt hatte.

Gez.: Ernst Rücker